Hotel Kaysers mit »Flugqualitäten« - Norwegisches Skisprungnationalteam in Mieming, Foto: Margit Offer
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Hotel Kaysers mit »Flugqualitäten« – Norwegisches Skisprungnationalteam in Mieming

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Dass man am Mieminger Plateau gut Urlauben kann, hat sich schon herumgesprochen, dass hier aber auch beste Bedingungen herrschen, um einen »Absprung« oder »Abflug« zu machen, muss vielleicht an dieser Stelle noch genauer erläutert werden.…

Vor kurzem besuchte die Norwegische Skisprung-Nationalmannschaft das Hotel Kaysers und verbrachte hier einen leistungssteigernden »Arbeitsurlaub«. Cheftrainer Alexander Stöckl stand dabei in der Mittagspause zwischen den Trainingseinheiten unserer Blogautorin Rede und Antwort.

Cheftrainer Alexander Stöckl (Norwegische Skisprungnationalmannschaft) im Gespräch mit Manfred Jele (Hotel Kaysers), Foto: Margit Offer

Cheftrainer Alexander Stöckl (Norwegische Skisprungnationalmannschaft) im Gespräch mit Manfred Jele (Hotel Kaysers), Foto: Margit Offer

Der Tiroler (geb. in St. Johann) schätzt die Region rund um Mieming dabei nicht von ungefähr: als ehemaliger Skispringer kennt er das Skigymnasium Stams schon aus seiner eigenen Schulzeit, dorthin kehrte er auch nach seiner aktiven Zeit – und einigen Jahren als Assistenztrainer der österreichischen Skisprung-Nationalmannschaft – als Trainer (2000-2011) zurück und lebte ab 2005 auch in Telfs. 2011 wurde Alexander Stöckl zum Trainer der norwegischen Skisprung-Nationalmannschaft berufen, hat den Kontakt zu Tirol aber nie abreißen lassen. Der mit ihm befreundete Mieminger Werner Schuster (Trainer der deutschen Skisprung-Nationalmannschaft) war es auch, der ihm die Vorteile eines Trainingslagers im Hotel Kaysers schmackhaft machte. „Hier haben wir wirklich die besten Grundvorraussetzungen für ein effektives Training“, erklärt Alexander Stöckl. „Zum einen sind einige Schanzen in der Nähe, die wir in diesen zehn Tagen besuchen werden, um die unterschiedlichen Gegebenheiten kennenzulernen, also Stams, Innsbruck, Ramsau / Dachstein und Bischofshofen, zum zweiten haben wir auch die Möglichkeit, den gut ausgestatteten Kraftraum im Skigymnasium für das Krafttraining zu benutzen und zum dritten bietet das Hotel Kaysers alles, was wir brauchen: Ausgleichs- und Regenerationsmöglichkeiten durch die Natur rundherum, die wir beim Joggen erkunden können oder die Tennishalle, um auch andere Sportarten betreiben zu können und gleichzeitig die Ruhe, damit die Athleten fokussiert arbeiten können. Ein Partyhotel wäre da das falsche“, schmunzelt Alexander Stöckl. Auch die Ernährung passt: „Bei den drei verschiedenen Menüs findet sich für jeden etwas und bei der riesigen Auswahl am Frühstücksbuffet kann man sich alles holen, um einen anstrengen Trainingstag gut zu überstehen. Wichtig ist, dass die Athleten vernüftig und gesund essen und natürlich ihr Körpergewicht im Auge behalten, das ist bei Skispringern das Um und Auf.“

Der Cheftrainer reiste mit vier männlichen und zwei weiblichen Athleten nach Mieming an: Zwei der vier Herren waren auch bei der Weltmeisterschaft 2015 im schwedischen Falun Teil der Vierergruppe, die Mannschaftsgold nach Norwegen holte – Anders Fannemel und Rune Velta, außerdem waren noch Johann Forfang und Kenneth Gangnes in Mieming dabei. Bei den Damen genossen Line Jahr (ist die älteste Athletin mit 30 Jahren) und Maren Lundby das Training im Hotel Kaysers. Wurde hier in Mieming auch am Material getüftelt (Anm. Alexander Stöckl hat 2012 gemeinsam mit seinem Vater Paul Stöckl, einem Ingenieur, eine spezielle Weiterentwicklung des Skisprungschuhs entwickelt, den sogenannten »Stöckl-Schuh«) oder nur an der Form gearbeitet? „Nein, das Material für die kommende Saison haben wir schon bei einem ersten Trainingskurs in Lillehammer abgecheckt,“ meint Alexander Stöckl schmunzelnd. „Getüftelt wird da eher im Frühjahr, jetzt geht es mit Vollgas ans Techniktraining.“ In der Wintersaison 2015/2016 wollen die Norweger nämlich wieder kräftig mitmischen. „Wir blicken mit Stolz auf eine erfolgreiche Saison zurück, werden uns aber nicht auf den Lorbeeren ausruhen“, verspricht Cheftrainer Alexander Stöckl. (Anm.: 2014/2015 holten die Norweger zunächst bei der Junioren-WM Mannschaftsgold, dann auch bei der Weltmeisterschaft in Falun, im Gesamtweltcup lagen sie knapp hinter der deutschen Mannschaft und drei Athleten schlossen die Saison unter den Top 20 ab.)

Fotos: Margit Offer

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