Der Sonnweberhof in Mieming
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Einmal tief durchatmen – und Natur äußerlich und innerlich genießen!

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Wer morgens am Mieminger Plateau aufwacht – egal, ob er nun hier lebt oder als Gast seinen Urlaub oder seine Ferien hier verbringt, hat das Bedürfnis, die Natur »aufzusaugen«. Ein Blick aus dem Fenster auf die Mieminger Kette im Morgensonnenschein und auf glitzernden Tau im Garten, ein tiefer Atemzug der kühlen, frischen Luft – all das hebt die Stimmung ungemein, versprochen! Wer dann noch »Mieminger Natur« am Frühstückstisch findet, darf sich besonders glücklich schätzen – und die Gäste vom Hotel Kaysers gehören dazu…

Das Naturjoghurt, das am Frühstücksbuffet jedes Müsli verfeinert (und auch zur Herstellung von Kuchen, Nachspeisen oder anderen Gerichten verwendet wird) ist nämlich »made in Mieming«. Elisabeth Sonnweber vom Sonnweberhof (bzw. vulgo »beim Bäck’«) heißt die Bäuerin, die seit vielen Jahren einen Teil der Milch zu köstlichem Joghurt verarbeitet. „Ich habe in den 90er Jahren begonnen, zuerst in der Küche mit ein paar Gläsern. Aber die Nachfrage ist bald gestiegen und so werden jetzt in regelmäßigen Abständen jeweils 80 Liter Joghurt produziert, die an einige Gastbetriebe und an einen Hofladen in Mieming geliefert werden.“

Elisabeth Sonnweber bei der Joghurtproduktion

Elisabeth Sonnweber bei der Joghurtproduktion

Etwa 20 Milchkühe stehen bzw. »laufen« im Laufstall nebenan, der Großteil der Milch wird an die Molkerei geliefert. Die Hofstelle am östlichen Ortseingang von Mieming besteht seit 1972, nachdem der ursprüngliche Bauernhof der  Familie einer Straßenverbreiterung Platz machen musste. Elisabeth Sonnweber und ihr Mann Josef haben den elterlichen Hof 1980 übernommen, 2003 umgebaut und immer in die Entwicklung investiert.

Im Laufstall können sich die Milchkühe und Kälber frei bewegen.

Im Laufstall können sich die Milchkühe und Kälber frei bewegen. „Sie wissen aber schon genau, wann sie gemolken werden, da stellen sie sich dann an.“

Die »Joghurtproduktion« findet in einem eigenen Raum zwischen Wohnhaus und Stall statt, wo in einem riesigen Edelstahlbottich die erste Phase eingeleitet wird: „Hier wird die Milch frisch vom Melken kurzzeitig auf 90 Grad erhitzt (Anm.: das ist die sogenannte Pasteurisierung zur Abtötung von Mikroorganisrem. Sie dient dazu, die Milch haltbar zu machen) und dann wieder auf ca. 40 Grad abgekühlt. Nach etwa zwei Stunden wird die Joghurtkultur (Anm: Ferment, das den Milchzucker in der Milch verarbeitet und dickflüssiger macht) beigegeben und das Joghurt in Behälter umgefüllt. Diese Behälter werden in einem eigenen Schrank »bebrütet«, d.h. auf einer konstanten Temperatur zehn Stunden lang warmgehalten.“ Damit das Joghurt gelingt und die gewünschte Konsistenz aufweist, müssen die Zeiten recht genau eingehalten werden, Elisabeth Sonnweber ist daher das wichtigste Kontrollorgan, von der Produktion bis zur abschließenden Kühlung bis zur Auslieferung. „Aber natürlich müssen vor allem die Zutaten passen – und das sind in diesem Fall nur Milch und die Jogurtkultur und sonst nichts!“

Elisabeth Sonnweber setzt auf eine artgerechte und sehr natürliche Haltung ihrer Tiere. Nur so kann mit Sicherheit von einem Naturprodukt die Rede sein.

Elisabeth Sonnweber setzt auf eine artgerechte und sehr natürliche Haltung ihrer Tiere. Nur so kann mit Sicherheit von einem Naturprodukt die Rede sein.

Natur pur eben … wie übrigens auch das Futter der Milchkühe, die hauptsächlich das Heu von den Feldern rund um den Bauernhof Sonnweber fressen. „Im Sommer wird das Jungvieh auch auf die Hochfeldern Alm gebracht, dann können sich die »zukünftigen Rohstofflieferantinnen« zusätzlich noch an Almkräutern laben,“ schmunzelt Elisabeth Sonnweber.

das fertige Natur- und Fruchtjoghurt

das fertige Natur- und Fruchtjoghurt

Das Mieminger Naturjoghurt wird im Hofladen am Steirerhof auch als Fruchtjoghurt angeboten (Erdbeer, Pfirsich, Maracuja, Heidlbeer oder Stracciatella), im Hotel Kaysers wird es pur am Buffet angeboten und kann nach Belieben selbst kombiniert werden. Mmmm…Mahlzeit!

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